Nachdem wir euch bereits die Specs und die Einordnung im Vergleich zu PS5 Pro und Xbox Series X gezeigt haben, ging es jetzt an den eigentlichen Test. Wir haben die Steam Machine in der 2-Terabyte-Version einige Tage im Wohnzimmer laufen lassen – hier unser Fazit.

Einrichtung und erster Eindruck

Der erste Eindruck zählt, und der ist bei uns richtig gut ausgefallen. Einschalten, kurz einrichten, direkt losspielen – ohne Umwege, ohne Frust. Auch optisch macht das kleine Gerät im Wohnzimmer einiges her, und im Betrieb ist die Steam Machine angenehm leise. SteamOS selbst wirkt aufgeräumt, übersichtlich und reagiert flott – ein großer Sprung gegenüber dem, was man von früheren Konsolen-artigen Linux-Ansätzen gewohnt war. Zu SteamOS im Detail – inklusive Emulatoren, die wir ebenfalls ausprobiert haben und die richtig gut funktionieren – folgt aber ein eigener, ausführlicher Artikel.

Controller-Erfahrung

Spannend war für uns die Controller-Frage. Ein Xbox-Gamepad lief bei uns erst wirklich rund, nachdem wir den Controller extra aktualisiert hatten – vorher gab es spürbare Einschränkungen. Mit dem Steam Controller 2 dagegen harmoniert das System naturgemäß hervorragend, was angesichts der engen Abstimmung zwischen Valve-Hardware und -Software wenig überraschend ist. Dazu bald mehr in unserem separaten Steam-Controller-2-Artikel. Ein echtes Highlight für uns: Auch waschechte RTS-Titel wie Command & Conquer lassen sich überraschend gut per Gamepad steuern – eine Maus haben wir dafür nicht vermisst.

Was uns sonst noch aufgefallen ist

Über die reinen Gaming-Funktionen hinaus konnten wir auch Emulatoren erfolgreich einsetzen – ein Pluspunkt, den wir im Alltag durchaus zu schätzen wissen.

Stärken und Schwächen 

Neben unserem eigenen Eindruck lohnt sich auch der Blick auf andere Tests und die allgemeine Einschätzung zur Hardware:

Als Stärken werden häufig genannt: die GPU-Leistung liegt spürbar über der des Steam Decks, und auch die CPU ist deutlich flotter unterwegs. In der Praxis lassen sich damit die meisten Spiele in vernünftigen Auflösungen und Bildraten spielen, gerade bei Indie-Titeln und weniger anspruchsvollen Spielen läuft die Maschine sehr geschmeidig. Zudem bleibt SteamOS offen: Wer möchte, kann bei Bedarf auch Windows installieren, falls ein bestimmtes Spiel das voraussetzt.

Als Schwächen tauchen in Tests vor allem folgende Punkte auf: Die CPU basiert auf einer älteren AMD-Architektur, und von den sechs Kernen sind nur zwei wirklich auf hohe Taktraten optimiert, während die übrigen vier eher auf Effizienz statt Leistung ausgelegt sind. Die GPU wiederum entspricht in etwa einer mobilen RX-7600-Variante der letzten Generation – solide, aber alles andere als ein High-End-Chip. Vor allem die 8 GB VRAM gelten vielen Testern als größte Schwachstelle, weil das bei anspruchsvollen, modernen Spielen zum limitierenden Faktor werden kann. Und natürlich bleibt der Preis ein Thema, den wir bereits in unserem Einordnungs-Artikel ausführlich beleuchtet haben.

Unser Fazit

Die Steam Machine überzeugt bei uns vor allem im Alltag: schnelles, unkompliziertes Einrichten, ein leises und aufgeräumtes System, überraschend gute Gamepad-Steuerung selbst bei RTS-Klassikern und die Möglichkeit, auch Emulatoren zu nutzen. Wer High-End-Grafikleistung auf Konsolen-Top-Niveau erwartet, wird von den Rohdaten etwas ernüchtert sein – dafür bekommt man aber ein waschechtes SteamOS-Erlebnis mit viel Alltagstauglichkeit fürs Wohnzimmer.

Mehr dazu bald: In den nächsten Artikeln unserer Serie widmen wir uns ausführlich dem Steam Controller 2 sowie SteamOS im Detail (inklusive Emulatoren).

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