Ubisoft bereitet sich auf eines der spannendsten Jahre der Seriengeschichte vor. Nach dem Erfolg von Assassin’s Creed Shadows (2025) richtet sich der Blick nun auf das nächste große Projekt – und alles deutet darauf hin, dass Assassin’s Creed: Codename Hexe das nächste Hauptspiel wird. Ubisoft selbst beschreibt Hexe als „einzigartig, dunkler und stark narrativ geprägt“ – und genau das könnte die Reihe in völlig neue Richtungen lenken.

Doch was erwartet uns konkret? Und warum wird dieses Assassin’s Creed so anders als alles, was wir bisher kennen?

Ein düsterer Ton, wie ihn die Serie noch nie hatte

Laut Ubisoft entsteht Hexe bei einem Veteranenteam in Montreal und wird bewusst geheim gehalten, um die ambitionierte Vision nicht zu gefährden. Das Spiel soll während einer historischen Epoche spielen, die Ubisoft als „entscheidenden Moment der Geschichte“ bezeichnet – laut Leaks und Brancheninsidern handelt es sich dabei um die Hexenverfolgungen im Heiligen Römischen Reich des 16. Jahrhunderts.

Damit würde Assassin’s Creed erstmals tief in ein Setting eintauchen, das weniger auf Eroberung, Entdeckung oder offene Schlachten setzt, sondern auf Paranoia, Misstrauen, Aberglauben und politische Intrigen. Die Atmosphäre soll deutlich düsterer werden als in früheren Teilen – ein radikaler Stilbruch.

Gameplay: Weniger RPG, mehr klassische DNA – aber mit Twist

Während die letzten großen Teile (Origins, Odyssey, Valhalla, Shadows) stark auf RPG‑Mechaniken setzten, soll Hexe laut Berichten eine Mischung aus linearen AC‑Elementen und modernen Systemen werden. Ubisoft möchte zurück zu den Wurzeln, ohne die Fortschritte der letzten Jahre zu verlieren.

Besonders spannend: Die Protagonistin soll über übernatürliche, „hexenartige“ Fähigkeiten verfügen – ein Novum für die Reihe. Diese sollen jedoch historisch eingebettet sein, also eher als Wahrnehmung, Täuschung oder Manipulation wirken statt als offene Magie.

Warum dauert die Entwicklung so lange?

Ubisoft betont, dass man sich bewusst mehr Zeit nimmt, um die Vision umzusetzen. Nach mehreren schwierigen Jahren, internen Umstrukturierungen und dem Wunsch, die Marke neu auszurichten, soll Hexe ein Prestigeprojekt werden.

Drei Gründe stechen heraus:

  1. Ambitionierterer Fokus auf Storytelling Ubisoft will ein tiefes, emotionales Narrativ schaffen – etwas, das in den großen RPG‑Teilen oft kritisiert wurde.
  2. Neue technische Basis Hexe wird Teil des „Infinity“-Ökosystems, das Assassin’s Creed langfristig als Plattform statt als Einzelspiele positioniert.
  3. Risiko eines untypischen Settings Ein düsteres, europäisches Hexen‑Szenario ist ungewöhnlich für die Reihe – Ubisoft will sicherstellen, dass es funktioniert.

Was macht dieses Assassin’s Creed so anders?

  • Ton & Atmosphäre: Hexe wird das bisher dunkelste AC.
  • Struktur: Weniger Open‑World‑RPG, mehr fokussierte Story.
  • Gameplay: Neue, „übernatürliche“ Mechaniken.
  • Positionierung: Teil eines größeren AC‑Ökosystems.
  • Marketing: Ubisoft hält bewusst vieles geheim – untypisch für die Reihe.

Weitere Projekte: Black Flag Remake & Multiplayer

Parallel arbeitet Ubisoft an mehreren weiteren AC‑Titeln:

  • Assassin’s Creed Black Flag Resynced – ein vollständiges Remake des Piratenklassikers, offiziell angeteasert und für 2026 erwartet.
  • Codename Invictus – ein PvP‑Multiplayer‑Projekt von For‑Honor‑Veteranen.
  • Assassin’s Creed Jade – das Mobile‑RPG mit Koop‑Modus.

2026 wird also ein außergewöhnlich volles Jahr für die Marke.

Fazit

Das nächste Assassin’s Creed wird nicht nur ein weiterer Teil – es wird ein Neuanfang. Mit Hexe wagt Ubisoft einen mutigen Schritt in ein düsteres, experimentelles Setting, das die Serie neu definieren könnte. Gleichzeitig baut der Publisher das Franchise breiter aus als je zuvor.

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