Über ein Jahr nach dem PC-Release wagt sich Funcom mit Dune: Awakening nun auch auf die Konsolen. Seit dem 22. September ist das Survival-MMO für PS5 und Xbox Series X/S erhältlich – inklusive einer waschechten Neuerung: einem vollwertigen Singleplayer-Modus, der das Spiel erstmals komplett ohne andere Spieler durchspielbar macht. Wir haben uns auf der PS5 durch die Wüsten Arrakis‘ gekämpft und geschaut, ob sich der Umstieg auf die Konsole lohnt.
Überleben auf Arrakis
Im Kern bleibt Dune: Awakening das, was es auf dem PC schon war: ein waschechtes Survival-Spiel mit Sammeln, Crafting und Basenbau, das sich stark an Funcoms eigenem Conan Exiles orientiert und dieses Gameplay-Grundgerüst noch einmal spürbar verfeinert. Ihr sammelt Ressourcen, weicht der Hitze und den gefürchteten Sandwürmern aus und baut euch nach und nach eine Basis in der lebensfeindlichen Wüste auf. Zahlreiche Optionen erlauben es, Sammelraten, Erfahrungsgewinn und Kampfschwierigkeit an das eigene Tempo anzupassen, was besonders Solospielern entgegenkommt. Der neue Singleplayer-Modus ist dabei kein Lückenfüller: Die komplette Story lässt sich nun auch ganz ohne andere Spieler erleben, mit simulierten NPCs und Fraktionen, die dafür sorgen, dass sich die Welt trotzdem lebendig anfühlt. Wer bislang vor allem wegen der MMO-Ausrichtung einen Bogen um das Spiel gemacht hat, bekommt hier eine ernstzunehmende Alternative, bei der auch der PVP-Druck komplett wegfällt.
Steuerung und Technik auf der PS5
Positiv fällt auf, dass Funcom die Bedienung nicht einfach von der Maus-und-Tastatur-Steuerung des PCs übernommen, sondern gezielt für den Controller überarbeitet hat. Ressourcensammeln, Kämpfe und der Basenbau lassen sich damit größtenteils intuitiv steuern. Etwas hakelig bleiben dagegen die Menüs: Die cursorbasierte Navigation durch Crafting-Bäume und Inventar wirkt an manchen Stellen unübersichtlich, gelegentlich kommt es durch unklare Hervorhebungen sogar zu ungewolltem Über-Craften. Auch beim Klettern agiert die Steuerung nicht immer präzise. Technisch präsentiert sich die PS5-Version davon unbenommen erfreulich stabil: Der Performance-Modus hält durchgehend 60 fps, Ladezeiten und Texturnachladeruckler bleiben trotz der riesigen, offenen Wüstenwelt selten. Wer möchte, kann stattdessen zugunsten schärferer Optik auf 30 fps wechseln. Etwas schwächer fällt die Gegner-KI aus, die sich bei ungeschützten Feinden mitunter recht simpel verhält.
Fazit
Dune: Awakening kommt auf der PS5 technisch rund und mit einem gelungenen, spürbar für Konsole überarbeiteten Bedienkonzept an. Der neue Singleplayer-Modus macht aus dem einstigen Online-Titel ein vollwertiges Solo-Erlebnis und dürfte genau die Spieler abholen, die bislang wegen der MMO-Ausrichtung gezögert haben. Wer sich für das Dune-Universum begeistern kann und Survival-Spiele mag, bekommt hier einen der stimmungsvollsten Vertreter des Genres. Einsteiger ohne Vorwissen zu Dune müssen sich dagegen auf eine dichte, wenig erklärte Lore einstellen, und auch die Menüführung könnte an der ein oder anderen Stelle aufgeräumter sein.
