Sechs Jahre nach dem ursprünglichen Konsolen-Release bringt SEGA gemeinsam mit Two Point Studios mit der Full Health Collection endlich das komplette Two-Point-Hospital-Paket nativ auf die PS5. Enthalten sind das Hauptspiel sowie sämtliche jemals erschienenen DLCs – von Bigfoot über Pebberley Island, Close Encounters, Off the Grid und Culture Shock bis hin zu A Stitch in Time und Speedy Recovery, dazu diverse kosmetische Item-Pakete. Wir haben uns durch mehrere Regionen von Two Point County gearbeitet und schauen, ob sich die Komplett-Sammlung lohnt.

Klinikaufbau mit viel britischem Humor

Wer Theme Hospital aus den Neunzigern kennt, fühlt sich in Two Point Hospital sofort zuhause: Ihr startet mit einer komplett leeren Klinik und baut sie Stück für Stück zu einer funktionierenden – oder möglichst kuriosen – Gesundheitseinrichtung aus. Rezeption, Stationen, Apotheken und natürlich Toiletten wollen platziert werden, während ihr gleichzeitig Personal einstellt, Patient:innen mit absurd klingenden Krankheiten wie „Leichte Blödheit“ oder „Herrscherwahn“ behandelt und Sterne für eure Klinikleistung sammelt. Der schräge, sehr britische Humor der Reihe zieht sich dabei durch praktisch jedes Element, von den Diagnosegeräten bis zu den Namen der Erkrankungen, und sorgt dafür, dass selbst das simple Verwalten von Wartezeiten nie trocken wirkt.

Ein wirklich kompletter Umfang

Der große Pluspunkt der Full Health Collection ist genau das, was der Name verspricht: Hier bekommt ihr wirklich alles an einem Ort, inklusive der DLCs Culture Shock, A Stitch in Time und Speedy Recovery, die auf älteren Konsolenversionen teilweise gar nicht verfügbar waren. Jede Erweiterung bringt eigene Themenkliniken, neue Krankheiten, Gegenstände und kleine Gameplay-Variationen mit, ohne dabei das bewährte Grundgerüst zu verwässern – wer sich schon durch den ursprünglichen Umfang gespielt hat, findet hier also spürbar frischen Content, während Neueinsteiger:innen direkt das volle Paket erhalten, ganz ohne mühsames Nachkaufen einzelner Erweiterungen.

Spielerisch bleibt die Klinikverwaltung angenehm zugänglich, auch mit Controller lassen sich Gebäude platzieren und Menüs bedienen, ohne dass es sich unnötig fummelig anfühlt. Wer allerdings bereits die neueren Ableger Two Point Campus oder Two Point Museum gespielt hat, dürfte die im Vergleich etwas in die Jahre gekommene Benutzeroberfläche des Originals spüren – ein paar zusätzliche Komfortfunktionen hätten der Full Health Collection hier gutgetan. Ansonsten präsentiert sich das Spiel auf der PS5 stabil und farbenfroh, mit dem gewohnt liebevoll gestalteten Cartoon-Look der Reihe.

Fazit

Two Point Hospital: Full Health Collection ist die bislang beste Art, in die schrullige Klinikwelt von Two Point County einzutauchen: kompletter Umfang, viel Wiederspielwert durch die verschiedenen DLC-Themen und der unverwechselbare, britisch-trockene Humor der Reihe sorgen für viele kurzweilige Stunden. Kleinere Abstriche gibt es nur bei der inzwischen etwas älteren Benutzeroberfläche. Für alle, die das Spiel noch nicht besitzen, ist dies die klar empfehlenswerteste Fassung, und auch bestehende Fans finden mit den zuvor konsolenexklusiv fehlenden Erweiterungen guten Grund für einen erneuten Besuch.

Titelbild
Two Point Hospital: Full Health Collection im Test (PS5)
Gameplay
90
Grafik
83
Sound
90
Steuerung
91
Leserwertung0 Bewertungen
0
Positiv
Kompletter Umfang mit allen jemals erschienenen DLCs
Schräger, unverwechselbarer britischer Humor
Zugängliches, süchtig machendes Aufbau-Gameplay
Einfach so schöne Musik - musste den Soundtrack damals auch schon kaufen..
Negativ
Zugängliches, süchtig machendes Aufbau-Gameplay
zum Teil unnötige Bugs (feststeckende Ärzte / Patienten)
kein Rabatt für "Vorbesitzer"
89

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