Da wir Resident Evil 9: Requiem bislang noch nicht selbst anspielen konnten, haben wir uns verschiedene Presse-Vorschauen angesehen und fassen die wichtigsten Eindrücke für euch zusammen. Capcom setzt im neuen Teil erneut auf eine Rückkehr zu bekannten Schauplätzen und kombiniert diese mit neuen Figuren und Spielideen.

Die Geschichte führt zurück nach Raccoon City, viele Jahre nach den bekannten Ereignissen der ursprünglichen Trilogie. Im Mittelpunkt stehen zwei spielbare Charaktere: Serienveteran Leon S. Kennedy sowie die neue Protagonistin Grace Ashcroft, die als FBI-Analystin mit einer persönlichen Verbindung zur Stadt vorgestellt wird. Beide Figuren erleben eigene Abschnitte der Handlung, die sich auch spielerisch deutlich voneinander unterscheiden.

Leons Kapitel orientieren sich stark am modernen Action-Stil der Reihe. Die Kamera bleibt hinter der Schulter, die Kämpfe sind direkt und intensiv, und große Gegnergruppen sorgen für ein hohes Tempo. Das Gunplay soll sich dabei spürbar wuchtig anfühlen und Fans von Resident Evil 4 besonders ansprechen.

Ganz anders präsentieren sich die Abschnitte mit Grace. Hier rückt der Survival-Horror wieder stärker in den Vordergrund: Ego-Perspektive, begrenzte Ressourcen, mehr Rätsel und ein höherer Fokus auf Spannung statt Daueraction. Ein Crafting-System erlaubt es, aus gesammelten Materialien Gegenstände, Munition und Verbesserungen herzustellen, was das vorsichtige Erkunden zusätzlich belohnt.

Auch technisch will Capcom beide Spielstile klar voneinander trennen. Während Leon mehr Übersicht und Bewegungsfreiheit erhält, setzt Grace’ Perspektive auf Enge, Unsicherheit und überraschende Bedrohungen. Dadurch entsteht ein starker Kontrast, der das Spiel bewusst in zwei unterschiedliche Erlebnisarten aufteilt.

Inhaltlich deuten die Vorschauen zudem auf neue Story-Elemente und mysteriöse Projekte hin, die eng mit der Vergangenheit von Raccoon City verknüpft sind. Wie stark alte und neue Figuren miteinander verbunden werden, bleibt bislang offen, soll aber ein zentrales Element der Handlung darstellen.

Unterm Strich vermitteln die bisherigen Eindrücke ein Spiel, das gezielt zwischen Action und klassischem Horror wechselt. Ob diese Mischung langfristig aufgeht, wird sich erst mit der finalen Version zeigen. Die Vorschauen zeichnen jedoch das Bild eines technisch starken und atmosphärisch dichten neuen Kapitels der Reihe, das sowohl Fans moderner Action-Teile als auch Liebhaber klassischer Spannung ansprechen möchte.

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