„Apartment No 129“ für die PS5 ist ein First-Person-Survival-Horror-Titel, der dich in die dämmrigen Hallen eines verlassenen Wohnkomplexes zieht, inspiriert von einer türkischen Urban Legend um paranormale Ereignisse und satanische Rituale aus dem Jahr 2009.
Du spielst Emir, einen Content Creator, der auf der Suche nach Gruselstorys das geheimnisvolle Apartment Nr. 129 betritt – nur um bald festzustellen, dass dieser Ort voller düsterer Geheimnisse, rätselhafter Botschaften und übernatürlicher Schrecken steckt. Die Erzählung mischt reale Legenden mit psychologischem Horror und Entscheidungsfreiheit, da mehrere Enden möglich sind und deine Handlungen den Verlauf beeinflussen können.
Die Spannung entsteht vor allem durch das Setting: enge Korridore, dunkle Räume, zufällig auftauchende Geräusche und gelegentliche Jumpscares sorgen für ein beklemmendes Gefühl beim Erkunden. Die Entwickler setzen weniger auf Action und mehr auf Atmosphäre und Erkundung, wobei viele Hinweise und Notizen im Spiel verstreut sind, die du lesen und kombinieren musst, um voranzukommen.
Allerdings ist das Spielerlebnis auf der PS5 nicht ohne Probleme. Viele Tests und Spielerberichte bemängeln tendentiell überempfindliche Steuerung, unbequeme Interaktionen und gelegentlich verwirrende Spielerführung. Das mag die Immersion brechen, gerade wenn der Horror eigentlich auf subtile, langsame Spannung setzt. Auch technische Kleinigkeiten wie fehlende Optionen zur Kamerasteuerung oder veraltete Lokalisierungen können frustrieren.
Grafisch ist das Spiel solide, aber nicht herausragend: die verlassenen Apartments wirken zwar atmosphärisch, aber eher funktional als kunstvoll, und Texturen bzw. Lichtsetzung sind gut genug, um Stimmung zu erzeugen, ohne technische Höchstleistungen zu zeigen. Akustisch unterstützen Umgebungsgeräusche und subtile Musik das Gefühl von Beklemmung – der Sound liefert eine dichte Atmosphäre, bleibt aber insgesamt eher klassisch als besonders innovativ.
Insgesamt ist Apartment No 129 ein kurzes, stimmungsvolles Horror-Erlebnis mit klaren Schwächen: Atmosphäre und narrative Ansätze sind interessant, doch die Umsetzung auf Konsole wirkt stellenweise unausgereift und limitiert.
